Markus Frede

„Muster meiner Seele“ – Werke von Markus Frede

Markus Frede entwickelt ein weites Farb- und Formenspektrum. Akribisch setzt er Farbe an Farbe und lässt so stets neue Farbwelten entstehen. Fließende, sich immer wieder erneuernde Strukturen in Verbindung mit hellen, strahlenden Farben sind seine Erkennungsmerkmale. Der schöpferische Prozess steht in seinem künstlerischen Handeln im Vordergrund.

Markus Frede entscheidet sich gegen das erlernte Handwerk. Will sich nicht begrenzen lassen von erlernten Methoden und Techniken. Das ist seine Form von Protest in einer Welt, die verstandesgeleitet sich stets in Regeln und Systemen begreifen will. Einzig seine Intuition ist bereits mehr als 10 Jahre sein „Fixstern“. Versunken im Tun – fast Kindern gleich – können so stets unverbrauchte neue Spielarten als Momentaufnahmen einer Seele entstehen.

Die Intuition ist auch der Schlüssel zur Lesart seiner Bildersprache. Über die Dauer der
Betrachtung scheinen sich die ineinander verwobenen und verschlungenen Farben zu bewegen – sie formen sich zu neuen Gebilden. So erscheinen sie als Abbilder der Innenwelten des jeweiligen Betrachters. Markus Frede schickt sein Publikum auf Wanderschaft, seine eigene Essenz und Realität zu erfahren. Er ist zurückhaltend in der Benennung seiner Bilder – überlässt sie ganz dem Blickwinkel und Bewusstsein des Sehenden. So entsteht eine gewünschte Wechselwirkung zwischen Bild und Sehenden. Ein kreativer Prozess nimmt über die eigentliche Periode des Erschaffens seinen Lauf.

In einem enormen Schaffensdrang lässt Frede die Muster seiner Seele in all ihren Facetten von Licht und Schatten entstehen. All seine Arbeiten sind scheinbar geleitet durch eine Sehnsucht, sich zutiefst mit dem Unbewussten zu verbinden und unbedingt sein Handeln stets der spontanen Eingebung folgen zu lassen. Die Gemälde wirken energiegeladen und zeugen von erfrischender und elektrisierender Strahlkraft.

Für ein gemeinsames Ausstellungsprojekt einer deutschen und französischen Künstlergruppe
beschäftigt sich Markus Frede aktuell mit dem Thema Gold. Ihm geht es hier nicht um eine
Wertung des Materials, sondern um die Darstellung der Koexistenz aller Dinge. Im Rahmen des 50 jährigen Jubiläums des Vertrages von Élysée (deutsch-französische Freundschaft) stellten die Künstlergruppen unter dem Motto „Glanz Gold Gloria?“ ihre Arbeiten in Mannheim und Rueil-Malmaison aus.

Markus Frede wurde 1978 in Wuppertal geboren. Er lebt und arbeitet in Soest, Westfalen. Seit 2002 stellt Markus Frede in verschiedenen Einzel- und Gemeinschaftsausstellungen in Deutschland und Europa aus (u.a. Berlin, Frankfurt, Bremen, Mannheim, Amsterdam und Paris).

Text: Monika Gerke